Beckenbodenübung mit dem Jonglierball

beckenbodenübungen

#1

Hallo, endlich geht das Forum wieder. :slight_smile:

Ich arbeite mit dem Buch “wenn die liebe schmerzt” und bin “erst” in dem Kapitel mit dem Jonglierball. Die Übung ist das man sich auf dem Jonglierball rauf setzen soll. Ich habs zunächst nicht ganz verstanden…und wusste gar nicht ob ich es richtig mache. Am 2. Tag ging die Übung irgendwie besser …trotzdem habe ich eine Frage. Im Buch steht drin das man solange weiter machen sollte bis man an den Sitzknochen ein zucken,zug spürt. Die Übung geht ja so : Großzehenballen und Außenkante der Ferse zum Boden hin schieben. Knie, Zehen usw. bleiben entspannt ( da hab ich mich zuerst gefragt wie das gehen soll weil meine Knie komplett sich verspannen wenn ich die übung mache ?? ) dann locker lassen und dann wieder von vorne… Das einzigste was ich immer gespürt habe ist zwar auch ein zucken bzw das da was ist was sich löst beim entspannen…halt zwischen vagina und after also der Damm ?auf jeden Fall dazwischen… ist es genau dieses zucken ? mach ich das richtig ? zucken tuts halt nur wenn ich lockerlasse … also einmal kurz… Ich hoffe man versteht mich was ich meine… Ich möchte nur wissen ob ich es richtig mache und den nächsten Schritt gehen kann.

Ganz am Anfang hat auch der kleine Jonglierball geschmerzt… ich weis das es eine andere übung ohne Jonglierbal gibt aber die habe ich nicht wirklich verstanden… was nun auch egal ist da der Jonglierball mir nicht mehr so stark schmerzt…denke mal das ist gewöhnungssache…fühlt sich halt hart an…

Ich hoffe mir kann man helfen :smiley:


#2

Hey kreative,

Also als ich mit dem Üben mit Jonglierball angefangen habe, fand ich auch die Beschreibungen teilweise etwas sehr genau und somit irgendwie verwirrend - habe mich auch oft gefragt ob mein Körper jetzt an den richtigen Stellen an- oder entspannt. Zum Beispiel habe ich auch nie so wirklich einen Zug an der Beinunterseite gespürt, sondern eher ein anspannen der Oberseite der Beine. Auch habe ich kein richtiges "zucken"im Beckenboden gespürt, eher so ein an- und entspannen beim aufrücken der Füße. Ich dachte mir dann aber gut, wenigstens merke ich dass sich überhaupt etwas tut und hab dann einfach mit dem pulsieren weiter gemacht, und später dann auch mit den anderen Beckenbodenübungen. Ich bin mir nach wie vor manchmal unsicher ob ich es richtig mache, aber ich denke wenn man sich so ewig mit der haargenau korrekten Ausführung aufhält kommt man ja auch nicht so richtig weiter. Hör am besten auf dein Gefühl, wenn du denkst es fühlt sich richtig an und du trainierst den Beckenboden, dann würde ich einfach zu den nächsten Übungen weitergehen. So hat es bei mir zumindest bisher ganz gut funktioniert. Ich hoffe das hilft dir etwas weiter! :slight_smile: nur nicht den Mut verlieren.

LG S.


#3

Hier nochmal eine Beschreibung der Übung:

  • Auf einen Stuhl setzen - die optimal Höhe des Stuhls: Wenn du dich nahe der Vorderkante des Stuhls hinsetzt, sollte sich in Leiste und Knien einen rechten Winkel bilden
  • Grade hinsetzen und Schultern entspannen
  • Richte die Aufmerksamkeit zur Fusssohle, zu den Punkten Grosszehenballen, Kleinzehenballen und Ferse
  • Bewege deine Füsse ganz sanft bis du spürst, dass der Druck an Grosszehenballen, Kleinzehenballen und Ferse gleichmässig verteilt ist. D.h. dass du z.B. nicht den Fussballen in den Boden drückst und dafür die Ferse kaum spürst. Drücke deine Füsse nicht in den Boden
  • Die Beine entspannen, vor allem die Oberschenkelvorderseite. Wenn du lernst die Oberschenkelvorderseite zu entspannen, hilft dir das später beim Einführen der Dilatoren.
  • Dann erst pulsieren

Wenn der Jonglierball schmerzt, ist der Beckenboden noch ziemlich verspannt. Wenn du unsicher bist mit dieser Übung, setz dich einfach einen Moment auf den Jonglierball und beobachte ob der Druck/Schmerz am Damm weniger wird.

Wir bestellen die Jonglierbälle bei www.juggluxx.ch diese sind schön weich und haben die optimale Grösse. Der kleine Jonglierball heisst “Bean Bag Junior (60g)”, der grössere Jonglierball heisst Bean Bag (110g oder 130g).


Wo gibt es die Jonglierbälle?
#4

Vielen Dank für die Anleitung…damit komme ich viel besser klar!! Habs ebend ausprobiert und merke das meine Oberschenkel IMMER angespannt sind… wenn ich sie entspanne dann sitz ich nicht mehr aufrecht sondern krum… aber man sollte doch aufrecht sitzen bei der Übung , oder ? und bei der Lockerung der oberschenkel fallen sie zur seite leicht…(linkes bein nach links…rechtes bein nach rechts) Ist das entspannung???

Man kommt sich schon echt doof vor wenn man fragt wie man richtig entspannt… man denkt es ist leicht… aber so leicht ist es gar nicht…


#5

vielen dank für deine Erfahrungen :slight_smile: Wie lange hast du mit dem Jonglierball geübt ? (sind ja nur die basisübungen)


#6

Hallo,
ich hänge auch schon eine ganze Weile an der ersten Übung. Der Jonglierball macht mir zum Glück keine Probleme. Für die Übung selbst hat mir die alternative Anleitung auch nochmal geholfen.
@Claudia: kannst du vielleicht nochmal eine vertiefende Anleitung für das “pulsieren” geben, hier scheitere ich nach wie vor. Auch über die Übung “liegender Lotus” komme ich da nicht wirklich weiter. Ich hoffe immer noch irgendwann auf den Aha-Effekt.


#7

Bleib solange bei der Übung mit dem Jonglierball bis der Aha-Effekt kommt. Du kannst dir auch vorstellen, den Jonglierball von den Sitzknochen her “zusammenzudrücken”. Ohne dass das Gefühl entsteht, dass der Dammbereich nach innen gezogen wird.

Beim liegenden Lotus spannt sich der Beckenboden automatisch so an wie er soll.

Es braucht manchmal einfach etwas Zeit, bis das Aha-Erlebnis kommt oder bis man den Beckenboden spürt und bewusst anspannen kann. Eine Sprache oder Autofahren lernt man auch nicht von jetzt auf gleich:wink:

Du musst auch nicht alle Übungen können. Manchmal reicht eine Übung. Idealerweise die Jonglierball-Übung oder der liegende Lotus


#8

Also ich denke ich hab so 1-2 Monate die Basisübungen gemacht, und dann langsam mit dem anderen Übungen angefangen. Mit den Dilatoren habe ich so nach 2-3 Monaten dann erst angefangen.
Ich glaube aber ich versuche auch nochmal die Basisübungen wirklich richtig auszuführen, die Erklärung von Claudia hat mich dann jetzt doch etwas verunsichert ob ich es wirklich richtig mache.
Auf jeden Fall super dass du jetzt schon besser zurecht kommst :slight_smile:


#9

Hallo,
viele Jahre habe ich mein Problem verdrängt und auch meine damalige Frauenärztin war mir mit Sätzen wie “Da müssen Sie mal ein Gläschen Sekt trinken zum Einstimmen” keine große Hilfe. Doch nun habe ich mir das Buch gekauft und will es endlich angehen.
Allerdings tu ich mich mit den Basics sehr schwer. Ich kann mich nicht ohne Schmerzen auf den Jonglierball setzen. Wenn ich die Übung ohne Ball mache, ist es kein Problem. Da meine ich auch, dass ich den Beckenboden spüre.
Mit meiner neuen Frauenärztin habe ich über das Thema gesprochen und sie hat bei der Untersuchung festgestellt, dass ich einen sehr stark ausgeprägten Damm habe und Berühungen an der Stelle unangenehm für mich sind. Kann es da einen Zusammenhang geben, dass ich zu sehr verspanne, wenn ich mit dem Damm auf dem Ball sitze?
Ich bin ratlos, was kann ich tun? Ich weiß nicht, wie ich jetzt weiter komme.


#10

Du siehst das richtig, wenn der Beckenboden sehr verspannt ist, kann die Übung mit dem Jonglierball schmerzhaft sein.

Du kannst die Übung auch ohne Jonglierball machen oder die Übung liegender Lotus ausprobieren.