Erfolgsgeschichte nach 6 Jahren Leidensweg


#1

Hallo liebe Community,
ich möchte auch meine Geschichte erzählen - wahrscheinlich werden sich viele in dieser Geschichte wieder finden, aber ich hoffe ich kann damit anderen Betroffenen helfen.

Bei mir begann alles mit etwa 20… bis dahin Beschwerdefrei und keinerlei Probleme. Ich lebte seit 2 Jahren in einer Beziehung und ich merkte plötzlich das sich irgendwas anders anfühlte beim Sex als sonst. Im ersten Moment denkt man natürlich noch an nichts langfristiges oder schlimmes - Trockenheit/Lustlosigkeit - wird schon wieder vergehen…
Dem war leider nicht so. Die Schmerzen und das Überempfinden wurde immer schlimmer - bis es einfach nicht mehr möglich war. Jede kleinste Berührung tat weh - ob OB, Finger, Gynäkoligische Untersuchung etc… ich war verzweifelt.
Ich suchte meine Gynäkologin auf - sie diagnostizierte mir einen Tumor und verwies mich ins Spital!!! Ich hatte Panik ohne Ende…
Im Spital angelangt erwartete mich eine nicht empathische, ziemlich grobe Ärztin - die sagte, wenn ich mich nicht entpanne könnte man keine Untersuchung durchführen… ich biss die Zähne zusammen und ließ alles über mich ergehen. Kein Tumor - sondern die Diagnose Vulvodynie…
Ihre Behandlung war eine Betäubungssalbe und wenn es nicht besser wird das spritzen von Botox…
Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen und war verzweifelt…
Beim Krebsabstrich kam dann die Diagnose PAP III - eine Biospie wurde erfolderlich und ich dachte, der Grund ist gefunden. Dem war leider nicht so…
Ich suchte den nächsten Gynäkologen (natürlich alle Privat) auf der mir dann die Diagnose Endometriose diagnostizierte (ohne Bauchspielgelung) - und ich wurde unter Vollnarkose “verschorft”. - Wieder keine Besserung…
In den nächsten 4 Jahren suchte ich insgesamt sicher 12 Gynäkologen auf - und die letztendliche Diagnose von den verzweifelten Ärzten war, dass die Schuld meine Psyche trägt und ob mir nicht irgendwann etwas schlimmes zugestoßen sei…
Dem war aber nicht so - sicher, jeder hat Stress oder Probleme und irgendwann begann ich an mir zu zweifeln… Ich dachte ich bin Schuld an meinen Schmerzen und mit mir stimmt psychisch etwas nicht - weil ja niemand etwas körperliches gefunden hatte.

Nebenbei - mein Freund ertrug 6 Jahre lang - keinen Sex zu haben und ist heute noch bei mir!

Ich suchte die nächste Gynäkologin auf - die mich sehr ernst nahm… sie führte eine sehr vorsichtige Untersuchung durch und sagte: Die Schleimhaut ist ja knallrot und blutet bei der kleinsten Berührung - das MUSS ja weh tun!.. Mir ist der größte Stein vom Herzen gefallen! ENDLICH hat jemand hingesehen und etwas festgestellt!! Ich war sooo erleichtert auch wenn die Lösung noch in weiter Ferne lag…
Sie sagte das sei nicht ihr Fachgebiet und sie traut sich das nicht so ganz zu und schickte mich zu einer sehr bekannten Gynäkologin Fr. Dr. Eberz (Graz) die sich mit diesem Thema gut auseinandersetzte.

Diese führte Untersuchungen durch etc… man merkte sie kennt sich aus - leider ergab das auch nicht den gewünschten Erfolg - aber sie schickte mich zu einem Spezialisten ins Burgenland. (Dr. Sandor Forgacs)

Schlussendlich hat mir dieser geholfen! Nun zu meiner Heilung:

Er führte ein ausführliches Gesrpräch, Anamnese etc… die Untersuchung war sogar entspannt!
Er schlug mir vor es mit einer Lasertherapie zu versuchen - für den Anfang 2-3x pro Woche. Schon bei der ersten Behanldung merkte ich SOFORT eine Besserung! Zusätzlich gab er mir eine Creme mit - die er selber mischt, die ich regelmäßig schmieren sollte.
Ich lüge nicht,nach 4-5 Wochen hatte ich KEINE Schmerzen mehr! Sie waren einfach weg… . Jetzt gehe ich alle 4-5 Monate zu ihm und er lasert mich. Die Behandlung dauert 10 Minuten und ist definitiv leistbar! Es ist ein warmes Gefühl… keine Schmerzen oder sonst was… keine Chemie…

Der Laser ist in Form eines Ultraschallgerätes (nur viel dünner) - danach folgt noch ein runder Laserkopf wo er der den äußeren Bereich lasert…

Ich hoffe ich konnte irgendwem damit helfen - denn ich glaube diese Methode ist noch nicht sehr verbreitet.


#2

Hallo Nicole!

Wie lautete denn die Diagnose von Dr. Forgacs? Es muss ja zumindest auch eine körperliche Ursache bei Dir gehabt haben. Danke! :slight_smile:


#3

Die Diagnose ist Vulvodynie.


#4

Das hört sich ja wirklich nach einem üblen Leidensweg an.
Ich finde es besonders furchtbar, da du von einem Arzt zum nächsten geschickt wurdest, um immer wieder neue und teilweise sehr beängstigende Diagnosen zu erhalten. Ich finde es auch sehr schade, dass du so viele verständnislose und wenig empathische Ärzte gehabt hast.

Schön, dass du jetzt endlich weißt, was es ist und noch viel schöner, dass du eine Behandlung gefunden hast, die dir hilft.

Alles Gute weiterhin und schöne Grüße CoLa


#5

Hallo Nicole!

Klingt echt heftig deine Geschichte. War die Endometriose denn eine richtige Diagnose oder genauso falsch wie ein Tumor?
Und was genau bringt diese Lasertherapie? Wie funktioniert sie dass deine Schmerzen dadurch weggehen?

Liebe Grüße
platzki


#6

Liebe Nicole,

erstmal freue ich mich, dass du deine Schmerzen so gut in den Griff bekommen hast!!
Da ich aus der Steiermark komme, würde mich interessieren, wie es dir nun heute geht? Sind die Schmerzen bis dato nicht zurückgekehrt?

Alles Liebe,
Anna