Meine Vorstellung


#1

Guten Morgen :slight_smile:

Eigentlich hatte ich mich schon mal im Forum angemeldet, aber in den Bestätigungsmails vom November 2016 war nichts, sie waren einfach leer, und irgendwie war die Anmeldung in Vergessenheit geraten. Nun hat es aber endlich mit der Anmeldung geklappt :slight_smile:

Ich bin 33 Jahre alt - und leide an Vaginismus. Sex hatte ich noch nie “so richtig”, Versucht habe ich es mit meinem Ex-Freund und dachte damals, es läge an ihm. Später dämmerte mir, dass es nicht an ihm lag, als ich es mit einem anderen Mann versuchte. Erst mein jetziger Partner hat sich damit so richtig auseinander gesetzt, das war schon 2010.

Das Buch von Claudia Amherd habe ich mir schon 2012 zugelegt, auch das Übungsbuch. Nur leider ist nie etwas daraus geworden. Auch habe ich mir damals Dilatoren besorgt und versucht damit zu üben. Aber irgendwie ist mir das nichts, mich ins Bett zu legen und zu üben - im Schlafzimmer ist es kalt und die Umgebung ist für mich nur entspannend, wenn ich schlafen gehen möchte (wo übt ihr?).

Meine Frauenärztin weiß von dem Thema und erzählte mir, dass es immer mehr Frauen gäbe, die darunter leiden. Sie versucht mir zu helfen, aber leider ohne Erfolg. Auch war ich in Therapie, eigentlich wegen etwas anderem, aber dieses Thema sprach ich auch an. Ich weiß, warum mein Körper so reagiert und wir haben mein Stresslevel etwas nach unten gebracht.
Tampons einführen kann ich mit viel Gleitgel. Meine Frauenärztin meinte auch all die Jahre, dass ich unter Trockenheit leide. Pille habe ich Anfang 2011 wechseln müssen, da ich ein erhöhtes Schlaganfallrisiko hatte. Habe da auch schon bemerkt, dass sich die Beschaffenheit meiner Vagina verändert hat. Vorher war alles ziemlich eng und angespannt, fast rau, das wurde dann weicher. Vor allem wenn ich Tampons einführte, ab und an musste ich das auch bei der Minipille, ist es mir aufgefallen. Seit einem halben Jahr ungefähr nehme ich gar keine Pille mehr, nun leide ich auch nicht mehr unter Scheidentrockenheit. Ich habe zwar schon vorher auf meinen Körper gehört (ich mache seit Mitte 2015 regelmäßig Sport), aber nun bemerke ich auch Veränderungen vor der Periode. Ich hoffe, ich kann auch bei den Übungen von diesem “hineinspüren” profitieren.

Als erstes muss ich wieder mit der Entspannung anfangen. Was sagt ihr dazu, wenn ich nach meinem fast täglichen Sport im Anschluss die Entspannungsübungen einbaue? Wäre das eine gute Idee? Ich versuche vieles zu kombinieren und Sport mache ich sehr gern und regelmäßig :slight_smile:

Liebe Grüße :slight_smile:


#2

Ich nehme mir vor die Übungen drei- bis viermal die Woche zu machen, in letzter Zeit hab ich das auch regelmäßig geschafft.

Die Zeitangabe von Claudia Amherd von höchstens 15 oder 20 Minuten am Tag sind dabei für mich allerdings vollkommen illusorisch. Wenn ich schnell mache, schaffe ich es in 30 Minuten, wenn ich Zeit habe, nehme ich mir aber auch mal 45 und mehr.
Ich habe es mal versucht in 15 bis 20 Minuten, mit dem Ergebnis, dass ich mir total Stress gemacht habe, mich natürlich nicht so schnell entspannen konnte und am Ende total frustriert war.

Ich heize rechtzeitig das Schlafzimmer vor, mache mir warmes Wasser in das ich die Dilatoren und das Gleitgel stecke, dann übe ich im Bett (meist mit Decke, damit es warm genug ist, was allerdings tatsächlich etwas nervig ist, da das Gleitgel dann auch öfter mal an die Bettdecke kommt).

Zu deiner Frage: versuch es doch an den Sport anzuhängen, wenn du damit gute Erfahrungen machst, ist doch super. Und wenn man Sachen verbinden kann, spart man ja meist auch Zeit, also eine gute Sache.


#3

15-20 Minuten ist die Zeit für das Vaginltraining. Viele Frauen üben viel länger, was leider eher mehr Frust als Erfolg bringt auf längere Zeit. Oft ist auch die Entspannung dahin, wenn man lange mit den Dilatoren übt, was das einführen erschwert.

Hin und wieder etwas länger oder kürzer ist auch in Ordnung. Es sollte nur nicht zur Gewohnheit werden, dass du regelmäßig 30 Minuten oder länger übst :blush:

Wie lange du für Entspannung und Beckenbodentraining benötigst ist natürlich unterschiedlich, je nach Tagesform.


#4

Hallo!
Also ich habe die Dilatoren auch mal 30 Minten eingeführt. Mir hat das immer viel gebracht, auch mehr als wenn ich sie nur kurz eingeführt habe. Einfach mal ausprobieren und mit wenigen Minuten anfangen.
Geübt habe ich anfangs auch im Schlafzimmer, aber das war mir auch mit Heizung voll aufdrehen zu kalt. :slight_smile: Ich bin dann auf die Couch ins Wohnzimmer gewechselt. Da hat es mir auch geholfen, dass ich während des Übens fernsehen konnte. Das finde ich entspannender. als wenn ich mich immer konzentriere und fühle und so. Auserdem bekomme ich dabei manchmal von meinem Freund die Füße massiert :blush:


#5

Unser Schlafzimmer hat keine Heizung… :roll_eyes: Aber das zukünftige Schlafzimmer schon :smiley: Meine Dilatoren sind aus Silikon, sie sind sehr schnell warm. Derzeit benutze ich auch wieder Tampons, Levantiner Schwamm habe ich mal probiert, die kriege ich nur unter größter Anstrengung heraus (wie machen das andere Frauen, die keinen Vaginismus haben?), und ich habe wahrlich zierliche kleine Hände.

Wir ziehen bald um, vllt wird dann alles einfacher - eigene vier Wände. Anspannung und Verspannung, weil man sich über die Nachbarn aufregt, hoffentlich adé…

Dass es nicht zur Gewohnheit werden sollte (wie mein Sport) finde ich super. Dann brauche ich das nicht regelmäßig üben, sondern kann mich mit Pilates derzeit auch um meinen Beckenboden kümmern.

Ich danke euch für eure Antworten :slight_smile: